Ewige Wand über Goisern

Ewige Wand – Blaschek-Warte-Radsteig

eine „Bike to Hike“ Tour auf und entlang der Ewigen Wand

Ewige Wand – eine „Bike to Hike“Tour auf und entlang der Ewigen Wand

beschreibt Elke in Elkes Kleinodien – Natur-Highlights per Bike zu erreichen

WER ist Elke    Elke

Elke Rabeder

Als langjähriger MTB-Guide kennt Elke Rabeder die Gegend rund um Bad Goisern fast besser als ihre Trikot-Tasche. Als 2fache österreichische Mountainbike-Downhill-Meisterin ist sie nicht nur mit viel Federweg unterwegs, sondern liebt es, ihre Kondition in der vielleicht schönsten Gegenden auf Vordermann zu bringen. Besondere Plätze, tolle Ausblicke und spezielle Landschaften haben es ihr ebenfalls angetan.

 

Blaschek-Warte – Radsteig


Die Blaschek-Warte wurde zu Ehren des KK (kaiserlich- und königlichen) Försters Leopold Blaschek errichtet, der vor mehr als 100 Jahren starb. 1999 wurde sie von einigen Einheimischen auf 950 m Meereshöhe wieder liebevoll aufgebaut. Die Warte liegt oberhalb des Höhenweges und bietet einen traumhaften Ausblick auf das Goiserertal samt Hallstättersee. Durch die überaus sonnige Lage ist diese Tour bis in den späten Herbst hin – im wahrsten Sinne des Wortes – wärmstens zu empfehlen. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind allerdings Voraussetzung, die paar Meter am seilversicherten Steig aber gut zu meistern.

 

Blaschekwarte
Blaschekwarte, Bad Goisern

 

Tourenbeschreibung:

 

Vom Landhotel Agathawirt aus hat man mehrere Möglichkeiten zum „Einstieg“ in die Ewige Wand zu gelangen. Der Einfachste ist über die öffentliche Predigtstuhlstraße über Lasern, Riedeln, Wurmstein. Vor einer Rechtskehre biegt man links ab zur Rathlucka (= Rathluck’n)-Hütte und lässt dort am besten sein Bike stehen. Jetzt folgt man dem Höhenweg zur Ewigen Wand, geht durch die zwei Tunnels hindurch und nimmt dann den rechten steilen Weg über Felsen und Stufen Nr. 245.

 

Ewige Wand
Blick von der Rathluck’n Hütte zur Ewigen Wand

 

Bei der zweiten Variante (ist ca. um 200 Höhenmeter länger) folgt man der öffentlichen Straße zum Gasthof/Hotel Predigtstuhl (derzeit im Umbau) und parkt hier das Rad. Von dort startet man dann zu Fuß gleich mal bergab Richtung Höhenweg/Rathlucka-Hütte und kommt so wieder auf die oben beschriebene Variante.

Die dritte, eine etwas längere aber gemütliche Variante ist die Auffahrt über die Anzenau. Man passiert Bad Goisern Richtung Bad Ischl am Radweg und überquert kurz vor Lauffen die Bundesstraße. Nahe der Anzenau-Mühle nimmt man die Forststraße (Schilder: Dachsteinrunde „schwarz“ bzw. MTB-Route „Hoisnrad 1“) und folgt dieser für ca. 300 Höhenmeter und einigen Kilometern bergauf. Kurz nach einer Linkskehre ist der Wanderweg rechts Richtung Höhenweg/Ewige Wand zu nehmen. Spätestens jetzt braucht man einen geeigneten Platz, sein Bike abzustellen. (Man kann aber auch noch die paar Minuten zur Rathluckn-Hütte investieren.) Nach ca. 2 Minuten, direkt vor der Ewigen Wand nimmt man den linken Weg Nr. 245 steil bergauf.

 

Die Ewige Wand ist immer ein Erlebnis – ob mit oder ohne Bike !

 

Egal welche Uphill-Option jetzt befinden wir uns auf dem schönen Ewigen-Wand-Steig (Nr. 245). Schnell gewinnen wir an Höhe und haben immer wieder kurze Ausblicke auf das Goiserer Tal. Auch wenn wir uns im Wald befinden, fällt rechts die Ewige Wand senkrecht ab; also Aufpassen ist generell angesagt – auch wenn es nicht „ausgesetzt“ wirkt. Schon nach relativ kurzer Zeit erreichen wir die Blaschek-Warte. Wir genießen die gemütlichen Holzbänke und die tolle Aussicht.

BlicknachGoisern
Blick auf Bad Goisern

Blick von der Blaschek-Warte auf das Goiserer Tal – links unten die Rathluck’n Hütte

 

Weiter geht’s bergauf Richtung Predigtstuhl. Der Weg ist abwechslungsreich und führt durch einen beeindruckenden Mischwald auf typischem Kalkboden mit schwarzer Erde, hellem Fels und vielen Wurzeln. Nach ca. einer halben Stunde (von der Warte) erreichen wir den höchsten Punkt der Ewigen Wand (1185 m), ein eher unscheinbarer kleiner Gipfel mitten im Wald – bietet zwar wenig Aussicht, eine kurze Rast zahlt sich aber auf alle Fälle aus.

 

Nach ein paar Höhenmetern bergab zweigen wir rechts auf den „Radsteig“ Nr. 246 ab. *) (links geht’s weiter zum Predigtstuhl-Gipfel). Der Name dieses Weges lässt vermuten, dass wir das Bike mitnehmen hätten sollen. Gleich wird man jedoch eines Besseren belehrt. Ein mit Seil versicherter Weg, zumindest auf den ersten Metern, ist der Radsteig, der ursprünglich mit „th“ geschrieben wurde und mit unserem Drahtesel nichts zu tun hat.

 

Nach kurzer Kletterei wird es wieder lieblicher und erreichen nach ca. 10-15 Minuten die Forststraße und auch gleich das „Kohlbründl“, bei dem wir unseren Durst vorerst mal löschen können. Nach ein paar Metern auf der Forststraße zweigen wir scharf rechts ab und folgen den Schildern: Höhenweg & MTB-Kaiser-Tour. Eine gute Viertelstunde erreichen wir unseren Aussgangspunkt, die Rathluck’n Hütte, die förmlich schon nach einer Stärkung ruft!

 

Retour:

 

Von der Rathlucka-Hütte fährt man auf dem Höhenweg einige Meter Richtung Ewige Wand, dann links runter dem etwas breiteren (Traktor-)Weg folgen. In der Ortschaft Posern mündet man auf eine Asphaltstraße, der man runter bis zur Bundesstraße folgt. Wer es lieber ganz ohne Stein und Wurzeln möchte, nimmt die öffentliche Straße nach Goisern.

 

 

Einkehr-Tipp:

 

Die hier oft beschriebenen Rathlucka Hütte bietet besondere hausgemachte Köstlichkeiten und ist unglaublich gemütlich obendrein.

 

„nur“ Hike:

 

Natürlich kann man die von mir empfohlene Anfahrt vom Landhotel Agathawirt aus auch mit dem Auto erledigen. Dazu bitte die öffentliche Straße Richtung GH/Hotel Predigtstuhl bzw. Rathlucka Hütte nehmen.

 

Erweiterte Hike-Varianten:

Um die Hike-Runde etwas zu verlängern, bietet sich an, den Predigtstuhl-Gipfel (mit 1278 Metern ü.d.M.) „mitzunehmen“. Bei der Weggabelung kurz nach dem Gipfel der Ewigen Wand nimmt man den linken Steig bergauf! Der Abstieg erfolgt nach Osten Richtung Roßmoosalm, dann wieder zurück zum GH/Hotel Predigtstuhl bzw. Rathluck’n Hütte. Je nach Gipfelrast verlängert das die Tour um ca. 45 min.