Sonnenuntergang

Auf „salzigen“ Wegen – Biketour

 per Biketour zu den Steinbergstollen

schreibt ELKE in Ihrer kleinen Serie für den Agathawirt mit dem Titel:

 

Elkes Kleinodien – Natur-Highlights per Bike zu erreichen

WER ist Elke    Elke

Elke Rabeder

Als langjähriger MTB-Guide kennt Elke Rabeder die Gegend rund um Bad Goisern fast besser als ihre Trikot-Tasche. Als 2fache österreichische Mountainbike-Downhill-Meisterin ist sie nicht nur mit viel Federweg unterwegs, sondern liebt es, ihre Kondition in der vielleicht schönsten Gegenden auf Vordermann zu bringen. Besondere Plätze, tolle Ausblicke und spezielle Landschaften haben es ihr ebenfalls angetan.

Auf „salzigen“ Wegen – per Biketour zu den Steinbergstollen

In meinen Kleinodien schreibe ich normalerweise von der Natur geschaffenen Schön- und Besonderheiten. Diese Stollen wurden zwar von Menschenhand gefertigt, doch das im Berg enthaltene Salz kommt schließlich vom Urmeer, das durch Naturgewalt vor ca. 200 Millionen Jahren „in“ den Berg kam.

Vor mehr als 450 Jahren schlugen Bergmänner tiefe Stollen in die Berge von Bad Ischl. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts befand sich hier am Steinberg das eigentliche Zentrum des Ischler Bergbaus. Dann verlagerte sich der Schwerpunkt des Salzabbaues ins nahegelene Gaisbach- und Radgrabental. Die damals vorhandene Säge und auch das Steinberghaus sind leider verfallen oder abgebrannt; auch das später errichtete Bergbestandsknechthaus ist nicht mehr sichtbar.

 

alter Stollen
Mundloch – alter Steinbergstollen

Von 2013 bis 2018 wurden von ehemaligen Salinenmitarbeitern die „Mundlöcher“ (also die Eingänge der Stollen) sehr liebevoll und originalgetreu wiederhergestellt, um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Infotafeln geben genauere Auskünfte zu den einzelnen Stollen und den dortigen Gebäuden im Laufe der Zeit.

Insgesamt wurden 12 Stollenportale wieder hergestellt. Der Themenweg VIA SALIS (Folder im Agathawirt oder direkt dort bei den Steinbergstollen erhältlich) verbindet in zwei verschiedenen Varianten die Stolleneingänge miteinander. Einige von diesen sind eben auch mit dem Bike gut erreichbar bzw. liegen teils sogar an MTB-Routen. Anstatt vorbeizurollen oder gar zu hetzen, zahlt es sich wirklich aus, sich für eine Besichtung etwas Zeit zu nehmen.

 

Biketour -Vorschlag & Einkehr-Tipp

Vom Landhotel Agahtawirt geht es in Richtung Bad Goisern, dann weiter am Traunreiterweg in die Ortschaft Lauffen. Nun wechseln wir auf die rechte Flussseite, fahren noch ein paar Minuten neben der Traun und überqueren bei der Steckerfischhütte die Bundesstraße. Von nun kann man den Schildern „Hoisnrad 3“ folgen und es sind ca. 400 Höhenmeter zu bewältigen: anfangs eher zackig, dann immer gutmütiger!

Die Steinbergstollen befinden sich nach einer kurzen Flachpassage in einer starken Linkskurve – ca. 1,5 h in gemütlichem Tempo. Startet man die Tour in Bad Ischl dürften die Stollen in weniger als einer Stunde erreichbar sein.

Möchte man die Hoisnrad 3 Tour fertig bzw. „original“ fahren, erwartet uns am fast höchsten Punkt die Hoisnrad-Alm – eine gemütliche Hütte mit kulinarischen Köstlichkeiten. Allen voran der Kaiserschmarren, ein gigantisches „Kasbrot“ oder meine Lieblingsspeise, die Kasknödlsuppe.

Am Weg zurück nach Bad Ischl über den Salzberg gibt es wieder einige Stollen zu erkunden: den Frauenholzstollen, den Amalienstollen, den Elisabethsollen und den Luduvikastollen, bis man schließlich zum Salzbergwerk in Perneck gelangt.

Steinbergstollen
Steinbergstollen

BIKEtour & HIKE:

Möchte man nicht die ganze Hoisnrad 3 Tour fahren, schlage ich als „Hike-Tipp“ das Rettenbachkreuz vor.  Bei den Steinberstollen fährt man in die gleiche Richtung, die man gekommen ist. Kurz nachdem die Straße wieder etwas an Gefälle zunimmt, beachte man links das Schild „Rettenbachkreuz“! Das Bike lässt man am besten hier stehen und folgt dem Weg links rauf. In wenigen  Minuten erreicht man einen fantastischen Aussichtplatz mit Blick auf Bad Ischl, das Wolfgang- und das Trauntal.

Die Tour eignet sich sowohl als kleinere Einfahr-Tour mit nicht allzu vielen Höhenmeter, als auch als gemütliche Abend-Tour im Sommer. Als Tagestour empfehle die Weiterfahrt zur Hütteneckalm, von der man direkt wieder zum Agathawirt gelangt… und den Abend gemütlich im Gastgarten ausklingen lassen kann.

frühere Soleleitung:

Soleleitung
Holz-Soleleitung