Geschichte des Agathawirts in Bad Goisern

Knapp 400 Jahre belegte Gastfreundschaft im Salzkammergut

Agathawirt im Jahre 1955
Agathawirt im Jahre 1955 - das traditionelle Landhotel

Schon früh lockte das Salz die Menschen in die Gegend um Bad Goisern. Ab der Jungsteinzeit vor 4.500 Jahren wurde die Region besiedelt und auch die Römer bauten hier den kostbaren Rohstoff ab.

Funde legen nahe, dass dort, wo heute das Landhotel Agathawirt steht, schon zur Römerzeit eine Taverne stand. Eindeutig belegen lässt sich das freilich nicht. Aber auch die verbriefte Geschichte des Hauses ist eindrucksvoll, erbaut wurde es Anfang des 16. Jahrhunderts und bereits 1644 – vor knapp 400 Jahren – wurde es erstmals urkundlich als Gastschenke erwähnt.

Bauwerk und Architektur - Besonderheiten

Der heutige Agathawirt vereint alle Kennzeichen und Eigentümlichkeiten volkstümlichen Bauens mit der Ausgewogenheit und Strenge der Renaissance.

Wesentliche Ausstattungen und Verschönerungen kamen 1623 zum Bauwerk hinzu – diese Jahreszahl findet man in den marmornen Eingangsportalen und Wandbrunnen auch eingeprägt.

Besondere Merkmale sind die frühbarocken Rundbogenfenster über den Eingangsportalen, schöne schmiedeeiserne Fensterkörbe, Eingangsportale aus sogenanntem Fludergraben-Marmor aus Altaussee mit Engelköpfen, der Gwandtner-Gang, drei Lavabos, Wandbilder mit religiöser Thematik, gewölbte Hallen mit Eingängen zu den Gasträumen und die Kassettendecke im Gastzimmer im Erdgeschoß.

Entwicklung des Hauses und der Region

Für die Entwicklung des Hauses spielten vor allem der Salzabbau in Hallstatt und der Waren- und Personenverkehr über den Pötschen eine entscheidende Rolle, so diente der Agathawirt etwa als Wechselstation für die Postkutsche.

Der Agathawirt aus früheren Tagen
Die Geschichte des Agathawirts - 400 Jahre Gastfreundschaft

Künstler im Salzkammergut

Mit Beginn des 18. Jahrhunderts wird das Salzkammergut von Künstlern, vorwiegend Malern und Schriftstellern entdeckt. Sie verbringen viel Zeit in der eindrucksvollen Landschaft, lassen sich inspirieren und verarbeiten die Eindrücke in ihren Werken. Rudolf von Alt zum Beispiel verewigte 1903 das Haus im Rahmen eines seiner letzten Sommeraufenthalte im Salzkammergut in einem Aquarellgemälde: "Im Gastgarten von Sankt Agatha am Fuße des Pötschen" oder Gustav Klimt hielt den Agathawirt gleich in drei Werken fest: "Garten mit Hühnern in St. Agatha", "Birke bei St. Agatha" und "Obstgarten am Abend".

Kur- und Kaiserstadt Bad Ischl

Ab 1823 entwickelte sich das Solebad Ischl – der Vorläufer der heutigen Therme Bad Ischl – und wurde bald zu einem Treffpunkt des kaiserlichen Hofs und eines vornehmen Kurpublikums, welches regelmäßig Ausfahrten nach Bad Goisern und St. Agatha unternahm.

Im August 1850 stieg König Otto von Griechenland auf der Durchreise mehrere Tage im Agathawirt ab. Und am 8. April 1888 wurde anlässlich der 40-jährigen Regentschaft von Kaiser Franz Joseph feierlich die "Kaisereiche zu St. Agatha" gepflanzt, die heute immer noch neben dem über 200 Jahre alten Kastanienbaum steht und an heißen Sommertagen für eine angenehme Kühle im Gastgarten des Agathawirts sorgt.

Gelebte Gastfreundschaft im Landhotel Agathawirt

Besuchen Sie das Landhotel Agathawirt und genießen Sie die traditionelle Gastfreundschaft am eigenen Leib. Senden Sie uns Ihre unverbindliche Anfrage und verbringen Sie entspannte Tage im Salzkammergut oder lassen Sie sich von uns kulinarisch verwöhnen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!